Deutsch-japanische Konferenz zur künftigen Rolle der Hochschulen

Deutsch-japanische Konferenz zur künftigen Rolle der Hochschulen

Wissenschaft und Wirtschaft formulieren gemeinsame Vorstellungen

Welche Rolle können und sollen die Hochschulen in Japan und Deutschland künftig spielen? Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus Tokyo und die Universität Tokyo haben gestern rund 250 Vertreterinnen und Vertreter von Wissenschaft und Wirtschaft in Tokyo zusammen gebracht, um über diese Frage zu diskutieren.

Ziel war es, Gemeinsamkeiten der Hochschulsysteme und ihrer Perspektiven in Japan und Deutschland vor dem Hintergrund der Globalisierung zu identifizieren und Wege für eine intensivere Zusammenarbeit auszuloten. Intensiv wurde diskutiert, welches Wissen und welche Kompetenzen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen gefordert werden. In diesem Zusammenhang ging es auch um den Stellenwert des Bildungsideals „Bildung durch Wissenschaft“ in der aktuellen gesellschaftlichen und hochschulpolitischen Situation. Kritisch sahen die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer die kontinuierlich abnehmende Grundfinanzierung der Hochschulen durch den Staat. Auch teilten die japanischen und deutschen Expertinnen und Experten die Sorge, dass die Leistungen der Hochschulen in Forschung und Lehre immer häufiger allein auf Grundlage rein quantitativer Indikatoren beurteilt würden und dies zunehmend ausschlaggebend für die Mittelvergabe sei.

Die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer formulierten eine Reihe von gemeinsamen Vorstellungen, die für die künftige Entwicklung der Hochschulen in Japan und Deutschland leitend sein sollten. Dazu gehörten:

– die Autonomie der Institution „Hochschule“ und die Freiheit des forschenden Individuums als Grundlage allen hochschulischen Handelns,

– der Bildungsauftrag der Hochschulen im Sinne eines Beitrags zur Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden,

– die gesellschaftliche Verantwortung der Hochschulen, die sich in einer kontinuierlichen Reflexion über die Ziele des Lehrens und Lernens und den Lernprozess widerspiegelt,

– ein nachhaltiger Dialog zwischen Hochschulen, Wirtschaft und der Gesellschaft,

– Qualitätsorientierung als Leitgedanke bei der weiteren Internationalisierung der Hochschulen sowie

– Hochschulen als multilinguale Institutionen.

„Unser heutiger Austausch hat gezeigt, dass die japanischen und deutschen Hochschulen sich in vergleichbarer Weise mit den Effekten der Globalisierung auseinander setzen müssen. Dies wird uns nur dann gelingen, wenn wir gemeinsam Leitvorstellungen zu Rolle und Auftrag der Hochschulen formulieren und global für deren Umsetzung eintreten“, so HRK-Vizepräsident Professor Dr. Dieter Lenzen in Tokyo.

Die japanischen und deutschen Experten kamen überein, den Austausch bei einem nächsten Treffen in Deutschland fortzusetzen.

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Vom Kollegen zur Führungskraft

Vom Kollegen zur Führungskraft
Kostenloses Webinar von stellenanzeigen.de am 7. August 2014

25.6.2014 – Erfolgreiche und mitarbeiterorientierte Führung ist Thema eines kostenlosen Webinars, das stellenanzeigen.de, eine der bekanntesten Online-Jobbörsen in Deutschland, am 7. August um 17.00 Uhr anbietet.
Balance zwischen Mitarbeiter- und Unternehmensinteressen

Das Webinar richtet sich an Führungskräfte, die Unternehmens- und Mitarbeiterinteressen gleichermaßen gerecht werden wollen. Gute Führungskräfte können sinnvoll delegieren, Orientierung geben, Konflikte unter Mitarbeitern lösen, motivieren – und gleichzeitig im Sinne der Unternehmensstrategie handeln und auf Unternehmensziele hinarbeiten.

Doch welches Verhalten ist dafür das richtige und wie wirkt man als Führungskraft überzeugend? Das Webinar von stellenanzeigen.de gibt erste Antworten auf diese Fragen.
Grundlagen der Führung

Der Webinarleiter stellt unterschiedliche Führungsstile und verschiedene Führungs­instrumente vor und erläutert die wichtigsten Führungsgrundsätze nach Fredmund Malik. Die Teilnehmer lernen Techniken für die Mitarbeitermotivation kennen und erfahren, welche Auswirkung Führungsfehler haben können und wie sie Fehler vermeiden.

Webinarleiter ist der erfahrene Change-Experte und Karriereberater Hubert Getz von Karriereservice.de. Er verfügt über 30 Jahre Erfahrung als Führungskraft in einem DAX-Unternehmen, hat große Organisationen mit mehreren hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleitet und war bei zahlreichen komplexen Umorganisationen des Konzerns in maßgeblichen Funktionen verantwortlich.

Anmeldungen zum Webinar

Neue Software ALLEGRO zur Berechnung von Arbeitslosengeld II (Hartz IV)

Neue Software ALLEGRO zur Berechnung von Arbeitslosengeld II (Hartz IV)

Neues Programm sorgt für mehr Transparenz

Die Bundesagentur für Arbeit stellt in ihren Jobcentern ab dem 18. August 2014 stufenweise auf eine neue Software um.
Mit ALLEGRO werden künftig Geldleistungen berechnet und Bescheide erstellt. ALLEGRO steht für „AlgII-Leistungsverfahren Grundsicherung Online“ und löst das bisherige Programm A2LL ab. Alle Jobcenter, die von Kommunen und der Bundesagentur für Arbeit gemeinsam betrieben werden, nutzen künftig die neue Software.

Mit ALLEGRO kommt ein neues Programm zu Einsatz, das alle modernen Standards erfüllt und auch den Kundinnen und Kunden des Jobcenters Vorteile bringt: Sie erhalten in Zukunft verständlichere Bescheide, die die Berechnung des Jobcenters besser nachvollziehbar machen. Mit der Einführung von ALLEGRO werden außerdem einmalig neue Nummern für die sogenannte Bedarfsgemeinschaft vergeben.
Die bekannten Antragsformulare bleiben unverändert.

Leistungen des Jobcenters werden lückenlos weiter bearbeitet und ausgezahlt.

Damit die Einführung der neuen Software problemlos gelingt, werden die Beschäftigten der Jobcenter intensiv geschult und auf die Arbeit mit dem neuen Verfahren vorbereitet. Die Kundendaten werden nach und nach auf die neue Software umgestellt. Während der Umstellungsphase kann das aktuelle Verfahren A2LL weitergenutzt werden, so dass es keine Verzögerung bei der Auszahlung von Geldleistungen geben wird.

Hintergrund
Die Entwicklung der Software begann bereits 2008. Auch Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter aus Jobcentern waren an der Entwicklung beteiligt und konnten ALLEGRO praxistauglich machen. Ab April dieses Jahres wurde in 6 Jobcentern ALLEGRO im Praxiseinsatz getestet und die Leistungssachbearbeitung auf das neue IT-System umgestellt. Von August 2014 bis Juni 2015 sollen sukzessive alle Jobcenter ihre Kundendaten auf das neue System umstellen.